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Deutsche Eiskrem-Industrie 1999: Mit gestiegenen Absatzzahlen wieder auf Wachstumspfad

Bonn, 28. März 2000 - Eine Erholung über alle Segmente verzeichnet der Eis Info Service der deutschen Markeneishersteller (E.I.S.), Bonn, für den Speiseeismarkt 1999. Laut Statistik der Fachsparte Eiskrem im Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie, Bonn, konsumierten die Deutschen im vergangenen Jahr rund 559 Millionen Liter Markeneis (1998: 533 Millionen Liter). Das Absatzvolumen der deutschen Markeneishersteller stieg damit um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Pro Kopf schlemmten die Bundesbürger 1999 (bezogen auf den Gesamtmarkt von industriell und gewerblich hergestelltem Eis, einschließlich importierter Ware) 8,3 Liter Speiseeis; das waren 0,5 Liter mehr als ein Jahr zuvor.

Hauptgewinner mit einem Volumenzuwachs von 12,9 Prozent waren die Multipacks, die vor allem Familien eine bunte Vielfalt an Eis am Stiel, in Tüten, Bechern oder als Sandwiches bieten. Hier geht der Trend in Richtung ?kleiner, aber feiner?. Die Hauspackungen mit einem Anteil von fast 52 Prozent am gesamten Markeneisvolumen haben ihre gute Position mit einem Absatzplus von 3,6 Prozent ebenfalls behauptet. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich hier die bereits portionierten Spezialitäten. Das Impulseis konnte mit einer leichten Steigerung des Absatzvolumens von 0,9 Prozent - ebenso wie das Speiseeis im Großverbraucher-Segment mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent - die Talfahrt des Vorjahres beenden.

Dennoch sehen die deutschen Markeneishersteller keinen Grund zur Euphorie. Denn trotz erhöhter Nachfrage nach Speiseeis im Jahr 1999 stagnierte der Umsatz auf der Basis von Endverbraucherpreisen. Die Branche erklärt dies vor allem mit dem verstärkten Angebot an Handelsmarken, dem extremen Preiskampf im Handel mit offensiven Niedrigpreis-Aktionen sowie Veränderungen des Produkt-Mix im Handel zugunsten preiswerterer Erzeugnisse.

Wachstumssegmente strategisch nutzen

Lösungsansätze sieht die Branche nicht zuletzt darin, künftig weniger auf die reine Erhöhung des Absatzvolumens zu setzen. Viel mehr sollen innovative Vermarktungskonzepte in Zukunft für mehr Dynamik beim Impulseis sorgen. Außerdem wollen sich die Unternehmen noch stärker auf die Ausweitung des Premium-Segments konzentrieren.

Diese Zielrichtung kommt insbesondere den Markenartiklern entgegen, die über nachweisliche Kompetenz im Bereich der Neuentwicklungen verfügen. Unverwechselbare Kreationen mit hoher Qualität und Wertigkeit sind der Schlüssel, um sich erfolgreich gegen den Preisverfall im Handel zu behaupten.
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