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Das Eis am Stiel feiert Geburtstag - 80 Jahre sti(e)lvoller Genuss

80 Jahre sti(e)lvoller Genuss
Bonn, 5. Mai 2003 - Im Jahr 1923 ließ sich der Amerikaner Harry B. Burt Senior seine geniale Erfindung - den sogenannten "Rahmeislutscher" - patentieren. Es handelte sich dabei um ein Vanilleeis mit Schokoladenüberzug am Stiel. Es war die offizielle Geburtsstunde des Eis am Stiel. Schon gut ein Jahr später kam diese Erfindung nach Deutschland und ist seitdem auch bei uns in aller Munde.

Schon unsere Großeltern kamen als Kinder in den kühlen Genuss. Vielleicht ist es bei der älteren Generation gerade die Erinnerung an die Kindertage und an die Freude, die ihnen die kalte Köstlichkeit bereitete, die diese Form des Eisgenusses so beliebt macht. Eines hat sich im Laufe der Jahre nämlich nicht geändert: Kinder zählen damals wie heute zu den größten Eisfans und viele bleiben es ihr ganzes Leben lang. Einmal Eisfan - immer Eisfan! Sicher ist, dass sich das Eis am Stiel seit jeher generationsübergreifend großer Beliebtheit erfreut.

Im Wandel der Zeit

In den Anfängen der deutschen Eisproduktion lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Speiseeis bei etwa 2,4 Litern pro Jahr (in 2002 = 7,8 Liter). Das ist bedingt durch die zu dieser Zeit angewandte Produktionstechnik nicht weiter verwunderlich. Damals ließ man nämlich das Eis einfach in Kugel- oder Zylinderform um ein Holzstöckchen gefrieren.

Mit den ersten Vorläufern der heutigen Produktionsanlagen konnten rund 25 Mitarbeiter schon etwa 8.000 Eis am Stiel pro Tag produzieren. Dies geschah noch überwiegend in Handarbeit. So konnten beispielsweise die Gefrierbehälter nur manuell befüllt und geleert werden. Außerdem musste jedes Eis am Stiel einzeln von Hand eingewickelt und verpackt werden.

In den Fünfziger Jahren bedeutete die Erfindung des sogenannten "Rundgefrierers" schließlich den Durchbruch für die industrielle Eisproduktion. Mit Hilfe dieses technischen Wunderwerks wurde die Tagesarbeit von vormals 25 Mitarbeitern in einer Stunde bewältigt. Der zwischenzeitlich gestiegenen Nachfrage konnte somit problemlos nachgekommen werden.

Heutzutage werden in den mittlerweile hochtechnisierten Produktionsanlagen etwa 30.000 Eis am Stiel pro Stunde produziert. Die Verpackungsabläufe erfolgen vollautomatisch. Dabei unterliegt der gesamte Produktionsablauf strengsten Kontrollen und findet hauptsächlich in geschlossenen Systemen statt.

Der spontane Griff zum Eis am Stiel ist heute selbstverständlich und der Genießer mit Weitblick kann sich sein Eis auf Vorrat halten. Dies war aber nicht immer so, denn erst durch die Erfindung des Tiefkühlgeräts für private Haushalte war es möglich, sich den Eisgenuss nach Hause zu holen.

Alles eine Frage des Sti(e)ls

Eines hat sich jedoch im Laufe der Jahre nicht geändert: Die klassischen Grundzutaten für Speiseeis wie Milch/Milchprodukte mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen sowie Früchte und Zucker, machen den Eisverzehr auch heute noch zu einem unvergleichlichen Genuss.

Und wer hätte gedacht, dass der vor 80 Jahren von Harry Burt Senior erfundene Rahmeislutscher
- Vanilleeis mit Schokoladenüberzug - immer noch zu den beliebtesten Stieleis-Varianten zählt? Damals wie heute ist dieser Klassiker der absolute Renner! Die Begeisterung für diesen kleinen handlichen Snack liegt wohl auch darin begründet, dass man ganz spontan in den Genuss des zarten Schmelzes kommen kann. Immer dann, wenn einem gerade danach ist, um dem Alltag für wenige Augenblicke zu entfliehen, zu relaxen und zu genießen.

Das umfangreiche Angebot der Markeneishersteller und neue innovative Ideen geben immer wieder Impulse für die Nachfrage. So kommt es nicht von ungefähr, dass im vergangenen Jahr in Deutschland gut eine Milliarde Eis am Stiel aus heimischer Produktion geschleckt wurden.

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